Was passiert, wenn PewDiePie dein Spiel spielt?
Videospiele haben in den letzten Jahren enorm an öffentlicher Aufmerksamkeit gewonnen. Dank großartiger kostenloser Tools wie Unity, GameMaker oder Unreal Engine 4 war es nie einfacher, selbst Spiele zu entwickeln. Die Folge: Die Branche hat sich verändert – die Indie-Szene ist explodiert. Heute kann ein kleines Team oder sogar eine einzelne Person mit einer guten Idee weltweit ein Millionenpublikum erreichen.
Mit dem Aufstieg von Minecraft hat sich YouTube als führende Plattform für Gaming-Inhalte etabliert. Vor allem sogenannte Let’s Plays – also kommentierte Spielsitzungen – gehören zu den beliebtesten Formaten. Einige dieser Let’s Player haben inzwischen gigantische Reichweiten aufgebaut. Der wohl bekannteste unter ihnen: PewDiePie, mit über 36 Millionen Abonnenten (Stand damals).
Als Indie-Entwickler ohne echtes Marketingbudget hatten wir natürlich immer gehofft, irgendwann von einem dieser großen YouTuber entdeckt zu werden. Die Vorstellung: Eine riesige Zuschauerzahl, ein virales Video – und plötzlich ist dein Spiel überall.
In den letzten Monaten wurden tatsächlich einige Videos über unser Spiel gemacht. Viele davon von kleineren Let’s Playern mit 500 bis 3000 Abonnenten – und auch ein paar größere. Alle zu sehen hat uns sehr gefreut. Es war einfach toll zu wissen, dass Menschen unser Spiel nicht nur spielen, sondern auch mögen.
Und dann passierte das Unglaubliche:
PewDiePie hat Of Carrots And Blood gespielt! 😱
Er hat ein Video gemacht, unser Spiel als „ein großartiges Game“ bezeichnet – und plötzlich hatten wir ein Let’s Play mit über 2,4 Millionen Views und fast 150.000 Upvotes auf YouTube.
Und wie wirkt sich das auf Zahlen aus?
Natürlich wollten wir wissen: Was bringt so ein PewDiePie-Video wirklich? Ein paar Statistiken:

Downloads / Plays
Trotz der enormen Reichweite waren die tatsächlichen Downloadzahlen überraschend moderat. Die Aufmerksamkeit in Social Media war spürbar, doch der direkte Effekt auf Downloads blieb hinter unseren Erwartungen zurück.

Einnahmen auf itch.io
Unser Spiel ist auf itch.io als Pay What You Want-Titel veröffentlicht, also kostenlos mit der Option, uns freiwillig zu unterstützen. Der Anteil der zahlenden Spieler lag bei etwa 0,5 % – was vermutlich weniger an PewDiePie und mehr am Modell liegt.
Und trotzdem? Wir sind glücklich.
Klar, unsere Server wurden nicht überlastet, und wir mussten keine goldenen Karotten drucken. Aber darum geht es auch gar nicht.
Jemand wie PewDiePie hat unser kleines Spiel gespielt.
Er hatte Spaß dabei. Millionen Menschen haben zugeschaut. Und wir? Wir hatten für ein paar Tage diesen Moment, in dem das ganze Chaos, der Crunch und der Kaffee irgendwie Sinn ergaben.
Wir sehen das nicht als „Durchbruch“, sondern als ermutigenden Zwischenschritt. Und wir freuen uns darauf zu sehen, was in den nächsten Wochen passiert.
Bis dahin:
Habt Spaß, bleibt kreativ — und spielt mehr Spiele.
PS: Ja, wir wissen — das Blog wird nicht oft aktualisiert. Wir arbeiten lieber an Spielen als an SEO-Content. Aber wenn etwas Erwähnenswertes passiert, melden wir uns. Versprochen.
